Vorwort

Als die MIT Sachsen im März 2013 auf Bitten des Landesvorsitzender der CDU Sachsen, Ministerpräsident  Stanislaw Tillich, mit der Erarbeitung einer Wirtschaftsstrategie für den Freistaat achsen egann, stand dahinter das Bestreben, uns konstruktiv in die Diskussion zur weiteren Entwicklung unseres Bundeslandes einzubringen.

Spätestens seit den Terroranschlägen von 2001 und schließlich auch mit der Wirtschafts,- Finanz- und  Währungskrise, die nun bereits seit 2008 dauert, ist ein Gefühl der Verunsicherung und Unbeständigkeit prägend  für unsere wirtschaftlichen Planungen geworden. Hinzu kamen Natur- und technologische Katastrophen  –  Fukushima ist nur ein Beispiel dafür, wie ein derartiges Ereignis bisher als gegeben eingeschätzte Grundlagen unserer Wirtschaft nahezu auf den Kopf stellt. Jedoch zeigt dies, dass die Politik aktuell gefangen ist in der laufenden Krisenbewältigung. Gerade konnte das eine Feuer gelöscht werden, da bricht an anderer Stelle ein neues aus.

Die MIT Sachsen rief daher seit Ende 2012 zu einer Diskussion über eine Wirtschaftsstrategie Sachsen für das Jahr 2030 auf, wohl wissend, dass es nicht „DIE STRATEGIE“ geben kann und wird, jedoch um dazu beizutragen, dass auch in den aktuellen unruhigen Zeiten der Kompass nicht aus den Augen verloren wird.

In 14 Monaten diskutierten wir rein ehrenamtlich in vielfältiger Form ausgewählte Themenkomplexe. Die Diskussionsergebnisse sind in dieser Broschüre zusammengefasst.

Dabei lag uns sehr daran, nach Möglichkeit die einzelnen Planungsbereiche auch mit konkreten Zielen zu versehen. Wenngleich dies auch eine vermeintliche, Scheingenauigkeit suggerieren kann, so bietet es dennoch den Vorteil, den Zielerreichungsgrad bei strategischen Zahlen auch nachvollziehbar aufzeigen zu können.

Bei unseren Themenschwerpunkten haben wir uns mit den Fragen auseinandergesetzt, die Querschnitts-charakter haben, sind also bewusst nicht in spezielle Branchenprobleme eingestiegen. Dies ist jedoch sicherlich ein Ansatzpunkt für die weitere Diskussion. Natürlich mussten auch angrenzende Themen, die von nicht unerhebliche Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unser Region sind, wie z.B. die demographische Entwicklung, die Entwicklung der Sozialstruktur im Stadt-Land-Vergleich u.dgl.m.  ausgeblendet werden.

Heute überreichen wir Ihnen also unsere „Wirtschaftsstrategie Sachsen 2030“. Wir hoffen, dass es für Sie eine aufschlussreiche Lektüre sein wird, und zugleich hoffen wir, dass unsere Ansätze sich auch in der künftigen Wirtschaftspolitik niederschlagen werden.

 

Dresden, den 16.05.2014

 

Dr. Markus Reichel

Landesvorsitzender der MIT Sachsen