Kapitel 2

Unsere Vision für den Wirtschaftstandort Sachsen im Jahr 2030

Ohne Vision keine Ziele, ohne Ziele kein Fortschritt. Wie stellen wir uns den Wirtschaftsstandort Sachsen in zwei Jahrzehnten vor?

Aus unserer Sicht dienen die folgenden Punkte dazu, entsprechend die Orientierung vorzugeben:

  • Sachsen im Jahr 2030 ist gleichermaßen für Unternehmer aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung wie für Arbeitnehmer ein attraktiver Produktions- und Lebensstandort.
  • Sächsische Großstädte sind kulturelle und wirtschaftliche Zentren innerhalb Deutschlands und Europas und von umliegenden Regionen aus gut erreichbar. Auch die ländlichen Regionen überzeugen durch ihre hohe Lebensqualität.
  • Dank des Ausbaus von Wissenschaftsclustern und eine gelebte Innovationskultur im Freistaat übt der Standort zudem eine große Strahl- und Anziehungskraft auf Forscher und Entwickler in aller Welt aus.

Eines ist jedoch deutlich – Sachsen hat den Anspruch, langfristig in der ersten Liga der europäischen Wirtschaftsregionen mitzuspielen, und kann diesen Anspruch auch mit seiner langjährigen Wirtschaftstradition untermauern.

  • Internationalität in der Ausbildung, der Mitarbeiterschaft und in der wirtschaftlichen Tätigkeit fördern Kreativität und Weltoffenheit. Die internationale Bekanntheit des Freistaates wirkt sich auf die Wahl des Lebensstandortes von Studenten, Auszubildenden und junge Familien, aus aller Welt, aus.
  • Innovation, lebenslange Bildung sowie eine echte Willkommenskultur werden von Unternehmen, Beschäftigten, Bildungssystem und Verwaltung täglich sicht- und spürbar gelebt.
  • Insbesondere in Schlüsseltechnologien konnten Innovationen in, auf den überregionalen und weltweiten Märkten anerkannte und erfolgreiche Produkte, „made in Saxony“, umgesetzt werden.
  • Diese Investitionen werden kontinuierlich und visionär mit dem erforderlichen Fleiß und unternehmerischem Mut fortgeführt. Dabei wird auf den richtigen Mix aus sich in der Vermarktungsphase befindlichen Technologien und Zukunftstechnologien, sprich „Produkten von morgen“ gesetzt, um die einflussreiche Position im globalen Wettbewerb weiter ausbauen zu können.
  • Die Stärken der Sachsen – Flexibilität, Veränderungsbereitschaft und Erfindungsgeist – finden tägliche Anwendung und Anerkennung.
  • Die Infrastruktur bindet Sachsen in Europa ein und lässt es zum Dreh und Angelpunkt der Europäischen Gemeinschaft werden.
  • Nachhaltiges Wirtschaften – also kein Raubbau an Ressourcen, Rohstoffen und Gesundheit auf Kosten zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten – liefert die Basis für langfristiges Wohlergehen.

Diese grundsätzlichen Ausrichtungen dienten als Grundlage für die Formulierung der tiefergehenden Untersuchungen zu einzelnen Themenbereichen.

Eines ist jedoch deutlich – Sachsen hat den Anspruch, langfristig in der ersten Liga der europäischen Wirtschaftsregionen mitzuspielen, und kann diesen Anspruch auch mit seiner langjährigen Wirtschaftstradition untermauern. Dies bedeutet aber auch – wir müssen von den Besten lernen („Best Practice“). Um uns bei Schlüsselthemen wie Innovationspolitik, Technologiepolitik oder Infrastruktur entsprechend zu positionieren, müssen wir künftig mit uns in Wettbewerb stehende Regionen genau analysieren und erfolgsversprechende Ansätze auf Übertragbarkeit auf Sachsen prüfen. Ein derartiges „Benchmarking“ muss künftig seitens des Wirtschaftsministeriums systematisiert und kontinuierlich verfolgt werden.